Hornkuh-Initiative

Gründe gegen die Hornkuh-Initiative

  • Das Hornlos-Gen wird dominant vererbt. Die Natur wird wohl schon wissen, was sie tut.


  • Es gibt Rinderrassen, die hatten in ihrer ganzen Geschichte noch nie Hörner. Auch heute gibt es genetisch hornlose Tiere.


  • Die Bauern sollen selber entscheiden, ob sie Kühe mit oder ohne Horn halten sollen. 


  • Früher gab es in allen Rassen Kühe ohne Hörner, bis der Mensch eingegriffen hat und diese Bewusst hingezüchtet hat. Wieso?
    1. Die Hörner wurden benötigt, um mit den Tieren auf dem Feld zu arbeiten (Befestigung des Jochs)
    2. Im Anbindestall konnten die Tiere mit Hörner besser befestigt werden.
    3. Wegen den obigen 2 Punkten waren Kühe ohne Hörner weniger Wert.


  • Die initiative fördert Anbindehaltung. Denn im Freilaufstall sind Hörner gefährlicher (egal wie gross der Freilaufstall ist, es ist nie genug Platz für Hörner)


  • Hörner sind eine Waffe. Waffen bedeuten immer Gefahr, sowohl für den Mensch wie auch für das Tier.


  • Kühe haben eine Rangordnung und tragen auch Rangkämpfe aus. In Freilaufställen mit Hörnern sind die Tiere meist viel nervöser. Vor allem Rang tiefere Tiere stehen ständig unter Stress.


  • Kühe ohne Hörner tragen genau gleich Rangkämpfe aus wie behornte Kühe, einziger Unterscheid, ohne Hörner gibt es höchstens einige Prellungen, mit Hörnern gibt es Löcher.


  • Vor 50 Jahren, als die Kühe in den Anbindeställen noch alle Hörner hatten, waren Hornverletzungen die Häufigste Verletzungsursache sowohl beim Mensch wie auch beim Tier.


  • Auch heute noch gibt es in der Schweiz jährlich einen toten oder schwer verletzten Bauern wegen Hörnern. Und dies obwohl rund 90% aller Milchkühe (gem. Beobachter) in der Schweiz enthornt oder genetisch hornlos sind.


  • Bei einem Grossteil aller Kühe mit Hörnern, durften diese nicht natürlich Wachsen, sondern wurden mit sogenannten Hornführern gezwungen, in eine bestimmte Richtung zu wachsen, um das Verletzungsrisiko wenigstens teilweise zu reduzieren. Was wohl schmerzhafter ist, 1 mal 50 sec. Enthornen oder 2 Jahre lang ein Gestell auf den Hörnern tragen


  • Von den Initianten wird teilweise behautet, dass das Horn ein Verdauungsorgan sein soll, dass die Tiere brauchen.
    1. Dazu gibt es nicht einen einzigen wissenschaftlichen Beweis.
    2. Wie machen denn dass die genetisch hornlosen Tiere?


So stellt sich die Frage, ob der Bund wirklich mehr Anbindeställe fördern will, anstatt Freilaufställe, wo sich die Tiere jederzeit frei bewegen können. Was ist wohl tierfreundlicher?